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Montag, 01. Juni 09 um 23:59

Bauernzeitung berichtete

Von: Wolfgang Herklotz

Die Bauernzeitung berichtete ausführlich über die "Mortelmohl"

Bauernzeitung 2009

Auszug aus dem Artikel:

In seiner Fantasie dreht sich das Mühlrad längst wieder. Plätschert klares Gebirgswasser auf das hölzerne, tonnenschwere Konstrukt.

Toralf Richter zeigt auf die Stelle, wo einst das Rad befestigt war. „Es hatte mehr als zehn Meter Durchmesser, war damit das größte im deutschsprachigen Raum.“ Doch noch existiert es nur auf den Zeichnungen, auch wenn es bis 1910 im sächsischen Mortelgrund bei Sayda zuverlässig seinen Dienst verrichtete.

Toralf Richter, studierter Betriebswirt und vor allem bekennender Liebhaber erzgebirgischer Traditionen und Baukunst zugleich, gibt sich zuversichtlich: „Was unsere Vorfahren entwickelt haben und so viele Jahrhunderte funktionierte, muss einfach weiter Bestand haben.“ Der 39-Jährige steht vor seinem Haus, der Mortelmühle. Sie wird einer der vielen Anlaufpunkte deutschlandweit am kommenden Wochenende sein. Richter hat den Besuchern beim schon traditionellen Rundgang eine Menge zu erzählen. So, dass die Mühle vermutlich um 1300 schon in Betrieb war. Im Innungsbrief der Saydaer Bäcker anno 1443 wurde festgelegt, dass alle im Umkreis einer Meile Wohnenden ihr Mehl nur hier in der „Mortelmohl“ mahlen lassen durften. „So eine Art marktwirtschaftliche Planwirtschaft“, schmunzelt Richter. Wobei seinerzeit die Meile recht großzügig definiert wurde und sich bis zu 15 Kilometer erstreckte, weiß der gebürtige Saydaer. Um 1800 erfolgte dann der Umbau zur Brettmühle, und um 1875 gab es hier auch eine Schankwirtschaft. Die Mühle entwickelte sich zu einer beliebten Ausflugsgaststätte, lud ein zur „Sommerfrische“. Denn ringsum lockten schattige Waldwege und sonnige Wiesen.

Doch seit Ende 1988 stand sie leer und verfiel. 1995 habe er sich dann in das Gebäude „verguckt“, trotz seines desolaten Zustands, berichtet Toralf Richter. „Der Dachstuhl war stellenweise zusammengebrochen, Schwamm hatte sich breitgemacht, zumal auch die meisten Fensterscheiben kaputt waren. Und die Balken fühlten sich an wie Pfefferkuchen.“ Dennoch waren er und seine Frau Carola voller Zuversicht, als sie die Mühle vor genau zehn Jahren (im Jahr 1999) erwarben. „Solch ein Kulturdenkmal muss einfach gerettet zu werden.“ Die Idee der beiden bestand darin, das Gebäude nach gründlicher Sanierung für familienfreundlichen Ökotourismus zu öffnen. Die zwei Obergeschosse mit einer Grundfläche von jeweils rund 300 Quadratmetern mitsamt Dachboden boten ausreichend Platz für Zimmer und Ferienwohnungen...

 

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